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Erkältung mit Atembeschwerden: Hilfreiche Tipps

Erkältung mit schwer atmen: was wirklich hilft – von Hausmitteln bis zum Arztbesuch, plus Tipps für Kinder und verstopfte Ohren.

Anna Hoffmann 6 Min. Lesezeit
Erkältung mit Atembeschwerden: Hilfreiche Tipps

Wenn eine Erkältung die Nase verstopft und sich die Atmung eng oder anstrengend anfühlt, stellt sich schnell die Frage: erkältung schwer atmen was hilft? In den meisten Fällen liegt die Ursache in geschwollenen Schleimhäuten, die die Atemwege verengen – das ist unangenehm, aber meist harmlos und lässt sich mit einfachen Maßnahmen lindern. Dieser Artikel zeigt konkret, welche Schritte, Hausmittel und Medikamente helfen und woran man erkennt, dass ärztlicher Rat nötig ist.

Sofortmaßnahmen bei erschwerter Atmung durch Erkältung

Als erstes hilft eine aufrechte Körperhaltung: Im Sitzen oder mit erhöhtem Oberkörper lässt sich leichter Luft holen als im Liegen, weil der Druck auf Nasennebenhöhlen und Brustkorb sinkt. Beim Schlafen kann ein zusätzliches Kissen unter dem Oberkörper die Nachtruhe deutlich verbessern.

Feuchte, kühle Raumluft entlastet gereizte Schleimhäute zusätzlich. Regelmäßiges Lüften und ein Luftbefeuchter oder ein feuchtes Handtuch am Heizkörper verhindern, dass die Luft zu trocken wird und die Atemwege weiter austrocknen.

Körperliche Anstrengung sollte während einer Erkältung mit Atembeschwerden vermieden werden, da sie die Atmung zusätzlich fordert. Ruhe und ausreichend Schlaf unterstützen die Erholung.

Wichtig ist, auf Warnzeichen zu achten, die über eine gewöhnliche Erkältung hinausgehen:

  • bläuliche Lippen oder Fingernägel
  • Atemnot, die auch im Ruhezustand bestehen bleibt
  • Sprechen fällt hörbar schwer
  • hohes Fieber über mehrere Tage

Treten solche Anzeichen auf, ist zeitnah ärztliche Hilfe oder im Zweifel der Notdienst gefragt – dazu mehr im letzten Abschnitt.

Erkältung – was hilft an Hausmitteln?

Bei der Frage erkältung was hilft hausmittel stehen einfache, bewährte Methoden im Vordergrund, die die Schleimhäute beruhigen und den Schleim verflüssigen. Inhalieren mit heißem Wasserdampf – etwa über einer Schüssel mit warmem Wasser und einem Handtuch über dem Kopf – befeuchtet die Nasenschleimhaut und kann das Abschwellen unterstützen. Wer möchte, gibt Kamille ins Wasser; auf ätherische Öle wie Menthol sollte bei kleinen Kindern jedoch verzichtet werden (mehr dazu im Abschnitt über Kinder).

Eine Nasenspülung mit isotonischer Salzlösung – das ist eine Kochsalzlösung mit einer dem Körper ähnlichen Salzkonzentration – spült Sekret und Reizstoffe aus der Nase und wird häufig als angenehm empfunden. Entsprechende Spülkannen oder Nasensprays mit Salzlösung sind in Apotheken frei erhältlich.

Ausreichend zu trinken ist ein oft unterschätzter Punkt: Warme Getränke wie Tee verflüssigen zähen Schleim und erleichtern so das Abhusten und Durchatmen. Ein Löffel Honig im warmen Tee wird traditionell bei Husten eingesetzt, ist für Säuglinge unter einem Jahr jedoch nicht geeignet.

Klassische Wickel, etwa mit warmen Zwiebeln oder Kartoffeln auf der Brust, werden von manchen als wohltuend beschrieben, wissenschaftlich belegt ist ihre Wirkung allerdings nicht. Wer sie ausprobieren möchte, sollte auf angenehme, nicht zu heiße Temperaturen achten.

Grundsätzlich gilt: Hausmittel können Beschwerden lindern und das Wohlbefinden steigern, sie ersetzen aber keine ärztliche Abklärung, wenn die Atembeschwerden stark sind oder anhalten.

Medikamente: Was bei Erkältung mit Atembeschwerden hilft

Für die Frage erkältung was hilft medikamente kommen je nach Beschwerdebild unterschiedliche freiverkäufliche Mittel in Betracht. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen verengen die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut und erleichtern dadurch kurzfristig das Atmen durch die Nase. Sie sollten laut Packungsbeilage nur für wenige Tage angewendet werden, da die Schleimhaut sich bei längerem Gebrauch daran gewöhnen und die Verstopfung danach sogar verstärken kann.

Schleimlösende Mittel, sogenannte Mukolytika, etwa mit Wirkstoffen aus Efeu, Thymian oder Ambroxol, sollen zähen Schleim verflüssigen und das Abhusten erleichtern. Sie werden häufig bei erschwerter Atmung durch verschleimte Atemwege eingesetzt.

Kombinationspräparate, die neben einem Schmerzmittel auch einen abschwellenden Wirkstoff enthalten, versprechen eine Linderung mehrerer Symptome gleichzeitig. Solche Präparate sind jedoch nicht für jeden geeignet – etwa bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente sollte vor der Anwendung Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke gehalten werden.

Schmerz- und fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können begleitende Kopf- oder Gliederschmerzen sowie Fieber lindern; Dosierung und Anwendungsdauer richten sich immer nach der Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung.

Antibiotika helfen bei einer gewöhnlichen Erkältung nicht, da diese in der Regel durch Viren ausgelöst wird. Sie kommen nur bei bestimmten bakteriellen Zusatzerkrankungen zum Einsatz, die eine Ärztin oder ein Arzt feststellen muss.

Wenn die Ohren zu sind: was dahintersteckt und hilft

Bei erkältung ohren zu was hilft liegt die Ursache meist in der sogenannten Ohrtrompete – einer schmalen Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenraum, die für den Druckausgleich zuständig ist. Schwellen die Schleimhäute dieser Verbindung im Rahmen einer Erkältung an, gelangt weniger Luft ins Mittelohr, und Betroffene nehmen ein dumpfes, wattiges Gefühl im Ohr wahr.

Einfache Maßnahmen können den Druckausgleich unterstützen:

  • Kaugummi kauen oder bewusst schlucken regt die Muskulatur an, die die Ohrtrompete öffnet
  • Gähnen wirkt auf ähnliche Weise
  • eine freie Nase durch Nasenspülung oder ein abschwellendes Nasenspray erleichtert oft auch den Druckausgleich im Ohr
  • vorsichtiges, sanftes Pressen bei geschlossenem Mund und zugehaltener Nase kann helfen, sollte aber nicht mit zu viel Kraft erfolgen

Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen am Ohr wird von vielen als angenehm empfunden, wirkt aber eher beruhigend als ursächlich abschwellend.

Anders sieht es aus, wenn zum Druckgefühl starke, stechende Ohrenschmerzen, ein dauerhafter Hörverlust oder Ausfluss aus dem Ohr hinzukommen. Das kann auf eine Mittelohrentzündung hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden sollte, besonders wenn die Beschwerden über mehrere Tage anhalten oder sich verschlimmern.

Erkältung bei Kindern und Kleinkindern: was hilft, was schadet

Bei erkältung bei kindern was hilft gelten grundsätzlich ähnliche Prinzipien wie bei Erwachsenen, allerdings mit wichtigen Einschränkungen. Kinder können ihre Atembeschwerden oft schlechter einschätzen und benennen, weshalb Eltern besonders aufmerksam auf Veränderungen achten sollten.

Bei erkältung bei kleinkindern was hilft steht die freie Nase im Mittelpunkt, denn Säuglinge und kleine Kinder atmen beim Trinken überwiegend durch die Nase und tun sich mit einer verstopften Nase entsprechend schwer. Salzwassertropfen oder -sprays sowie ein Nasensauger, der vorsichtig angewendet wird, können vor dem Füttern oder Schlafen für spürbare Erleichterung sorgen.

Für die Schlafposition gilt: Bei Säuglingen sollten die üblichen Sicherheitsempfehlungen zum Schlafen auf dem Rücken und auf einer festen, flachen Unterlage beachtet werden; ein erhöhtes Kissen wie bei Erwachsenen ist hier nicht ohne Rücksprache mit dem Kinderarzt geeignet. Bei größeren Kindern kann ein leicht erhöhtes Kopfteil das Durchschlafen erleichtern.

Einige Hausmittel, die bei Erwachsenen üblich sind, sind für Kinder ungeeignet oder sogar riskant:

  • Honig ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet
  • menthol- oder kampferhaltige Erkältungssalben und ätherische Öle sollten bei Säuglingen und Kleinkindern nicht direkt im Gesicht oder unter der Nase angewendet werden, da sie in seltenen Fällen die Atmung zusätzlich beeinträchtigen können
  • rezeptfreie Erkältungsmedikamente für Erwachsene sind für Kinder in der Regel nicht geeignet; nur Präparate mit ausdrücklicher Altersfreigabe und nach Rücksprache mit Kinderarztpraxis oder Apotheke kommen in Frage

Ausreichendes Trinken in kleinen Mengen, viel Ruhe und ein warmes, aber nicht überheiztes Zimmer unterstützen die Genesung zusätzlich.

Eltern sollten bei folgenden Anzeichen zügig eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt kontaktieren: sehr schnelle oder angestrengte Atmung, sichtbares Nasenflügeln, Einziehungen zwischen den Rippen beim Einatmen, Trinkverweigerung, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Fieber bei sehr jungen Säuglingen.

Wann ärztliche Hilfe nötig ist

Die meisten Erkältungen mit erschwerter Atmung bessern sich innerhalb von ein bis zwei Wochen durch Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, feuchte Luft und die passenden Hausmittel oder freiverkäuflichen Medikamente. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine fachliche Einschätzung nötig ist – etwa bei anhaltender Atemnot, hohem Fieber über mehrere Tage, starken Ohren- oder Nebenhöhlenschmerzen oder wenn sich die Beschwerden statt zu bessern deutlich verschlechtern.

Bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen sowie bei Vorerkrankungen wie Asthma, chronischen Lungen- oder Herzproblemen sowie in der Schwangerschaft lohnt sich generell eine niedrigere Schwelle, um ärztlichen Rat einzuholen – im Zweifel ist ein Anruf in der Hausarzt- oder Kinderarztpraxis der sicherste erste Schritt.